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Datenschlag-HowTo: Cutting

Muster in der Haut

Gefahren
Aufbau der Haut
Schnitttiefe und Narbenbildung
Werkzeuge
Geeignete Körperstellen
Schnitttechniken
Was nicht geht
Mögliche Designs
Hygiene
Gesundheit
Sonst noch...

Aufbau der Haut


Epidermis  EPIDERMIS
 Oberhaut 
Corium  CORIUM
 Lederhaut, Kutis, Dermis 
Subkutis  SUBKUTIS
 Unterhautfettgewebe. 

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und bedeckt bei einem Erwachsenen eine Oberfläche von knapp 2 Quadratmeter. Sie ist durchschnittlich einen Millimeter dick und besteht aus drei Schichten.

Die EPIDERMIS ist in unmittelbarem Kontakt mit der Umwelt. Sie besteht aus verschiedenen Zelltypen: den Hauptanteil machen die hornbildenden Keratinozyten aus. Außerdem findet man hier noch Melanozyten (Pigmentzellen), Langerhans-Zellen und Lymphozyten, die beide in der Immunabwehr eine Rolle spielen sowie Merkelzellen (für den Tastsinn).

Die Keratinozyten sind in mehreren Schichten organisiert. Die äußerste Zellschicht, das sogenannte Stratum corneum, besteht aus verhornten, bereits abgestorbenen Zellen. Diese Zellen werden täglich als kleinste, beim Gesunden quasi unsichtbare, Hautschüppchen abgestoßen. Die unterste Zellschicht der Epidermis ist das Stratum basale. In dieser Schicht sind die Keratinozyten noch relativ rundlich bzw. dick. Während ihres Lebens wandern sie in die oberen Zellschichten, werden dabei immer dünner und enden als tote Keratinozyten im Stratum corneum. Bei bestimmten Hautpartien, die einer stärkeren Beanspruchung unterliegen (z.B. an den Fußsohlen, Handinnenflächen), verdickt sich die Hornschicht und bildet Schwielen. Die Wanderung vom Stratum basale bis ins Stratum corneum dauert etwa 14 Tage, bis zur Abschilferung als Hautschüppchen dauert es weitere 14 Tage. Bei einigen Erkrankungen wie z.B. der Schuppenflechte (Psoriasis) ist dieser Weg beschleunigt. Es finden sich daher massive Hornschuppen auf der Hautoberfläche.

Das darunterliegende CORIUM (Dermis, Kutis, Lederhaut) hat komplexe biologische Aufgaben (Ernährung der Epidermis, Bereitstellung von Abwehrzellen) und ist zudem für die mechanische Festigkeit der Haut verantwortlich. Sie ist untrennbar mit der Epidermis zapfen- oder leistenartig verbunden. Als Bindegewebe sorgt sie für Elastizität. Das Kollagen, die wässrigschleimige Grundsubstanz dieser Hautschicht, bewirkt die Dynamik. Darüber hinaus besitzt die Lederhaut kleinste Blutgefäße. Etliche Nervenenden machen sie zu einem "reizbaren" Organ. Außerdem findet man hier auch die Haarwurzeln sowie die Ursprünge der Schweiß- und Talgdrüsen.

Die SUBKUTIS (Unterhautfettgewebe) dient der Energiespeicherung, der Wärmeisolation und an manchen Stellen der mechanischen Polsterung. Sie besteht aus Fettgewebsläppchen. Die Fettzellen enthalten einen einzigen großen Fett-Tropfen (univakuoläre Fettzellen). Die Zahl der Fettzellen bleibt beim Erwachsenen konstant, so dass die Ernährung lediglich den Lipidgehalt der vorhandenen Zellen beeinflusst. Der Fettumsatz unterliegt hormoneller Kontrolle.

Gefahren

Cutting ist keine an sich gefahrlose Praktik. Das sollte jedem einleuchten, der sich schon einmal an einem etwas schärferen Messer geschnitten hat. Insbesondere an reich durchbluteten Körperstellen oder an Stellen, an denen Blutgefässe und Sehnen unmittelbar unter einer relativ dünnen Haut liegen ist ein Cutting nicht sicher auszuführen. Hier könnte ein Cutting, das etwas zu tief gerät möglicherweise schwere körperliche Schäden anrichten.

Neben den offensichtlichen Gefahren, die mit dem Umgang mit sehr scharfen Gegenständen verbunden sind, können weitere drohen:

Daher sollten folgende Regeln beachtet werden:

Schnitttiefe

Wenn ein Schnitt nur relativ oberflächlich geführt wird, also nur in die Oberhaut geschnitten wird, bleibt in der Regel keine Narbe (Achtung, erst an einer versteckten Stelle testen, wenn es wirklich narbenfrei verheilen soll). Der Schnitt ist dann nur als rote Linie zu sehen, wenn er frisch ist und verheilt ungefähr wie ein Kratzer.

Wenn man tiefer schneidet, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Narben bleiben, da man dann bis in die Lederhaut schneidet. Wenn der Schnitt frisch ist, klafft er etwas auseinander und der Grund des Schnitts schimmert weiss.

Zu tief ist es, wenn man ins Fettgewebe schneidet, dann sieht der Schnitt am Grund gelb aus. Das muss dann evtl. von einem Arzt versorgt werden, falls der Schnitt zu lang ist oder an einer ungünstigen Stelle liegt. Normalerweise reicht dabei aber auch ein entsprechender Verband. Vermieden werden sollte es auf jeden Fall.

Wie oben schon erwähnt ist die Haut durchschnittlich nur 1 mm dick, aber die schneidbaren Schichten sind dünner als man teilweise erwarten könnte. Je nach Körperstelle und allgemeinem Körperbau kann die Dicke der Unterhaut schwanken, das sollte aber nicht dazu verführen, dort tiefer zu schneiden. Also lieber erstmal zu flach schneiden. Man kann dann im Zweifelsfall noch mal nachschneiden.

Wenn man durch schon vorhandenes Narbengewebe schneidet (Cutting auffrischen), dann kann es passieren dass dieses nicht wie geplant verheilt sondern unschön verwächst.

Werkzeuge

Man kann Cuttings mit scharfen Messern, Kanülen und Skalpellen machen.

Messer haben einen eigenen ästhetischen Reiz, allerdings ist eine Sterilisation ziemlich schwierig.
Wenn man mit Messern schneidet, dann müssen diese wirklich gut geschärft sein, sonst reissen sie die Haut auf, anstatt zu schneiden. Messer sollten vor der Verwendung gut gereinigt und am Besten vorher im Autoklaven (Dampfdrucksterilisator) sterilisiert werden. Da aber fast niemand einen Autoklaven zuhause hat, tut es auch ein Schnellkochtopf. Diese Haushaltssterilisation ist nicht perfekt, aber hinreichend, um ein Messer soweit zu sterilisieren, daß die Infektionsgefahr sehr gering ist.

Wenn es wirklich steril sein soll, dann empfehlen sich Einmal-Skalpelle oder -Nadeln.
Injektionsnadeln (Kanülen) haben einen Facettenschliff, der das Eindringen in die Haut erleichtert. Durch diesen Schliff entstehtauch eine sehr scharfe Spitze, mit der man wie mit einer Messerklinge schneiden kann. Man kann damit allerdings nicht allzu tief schneiden, da sie recht klein ist.
Als Cutting-Werkzeuge geeignet sind relativ dicke Nadeln, die sich nicht verbiegen und bei denen man einen besseren Griff hat.

Skalpelle sind sehr scharf. Damit kann man sowohl flache als auch tiefe (allerdings auch sehr leicht zu tiefe) Schnitte setzen. Man neigt dazu, die Schärfe von Skalpellen zu unterschätzen wenn man damit noch nie gearbeitet hat. Es empfiehlt sich daher, vorher an einem frischen Hähnchen, Orangen oder auch an sich selbst zu üben, um ein Gefühl für die Schärfe zu entwickeln und beim Einsatz am Menschen ungewollte Verletzungen zu vermeiden.
Für den Anfang ist es sinnvoll, das Skalpell mit ganz leichtem Druck aufliegen zu haben und es langsam über die Haut zu ziehen. Auf keinen Fall kann man Skalpelle wie normale Messer verwenden.

SkalpellGeeignete Skalpelle haben eine nach oben geschwungene Schneide,
Skalpellungeeignet sind welche mit gerader Klinge, diese ritzen eher als das sie schneiden ...
Skalpell... oder nach unten gebogener Klinge (sehen aus wie Krallen)

Geeignete Körperstellen

Manche Stellen des Körpers sind für Cuttings besser als andere geeignet - einige hingegen aus Sicherheitsgründen gar nicht. Dazu zählen:

Ebenso sollte man aufpassen, ob evtl. Adern (Krampfadern!) direkt unter der Haut verlaufen.

Gut geeignete Stellen sind "abgepolstert", wie z.B.

Bei der Platzierung und Motivwahl des Cuttings sollte man darauf achten, in welche Richtung die Haut gespannt wird. Ein Schnitt, der beim Bewegen immer wieder quer belastet wird verheilt langsamer als einer, der nur längs gedehnt wird. Weniger belastete Körperstellen heilen schneller als solche, die ständig in Bewegung sind.

Ein Cutting sollte so platziert werden, dass es nicht stört. Für jemanden, der im Sitzen arbeitet, wird ein Cutting auf den Pobacken nicht sehr angenehm sein, jemand, der viel auf dem Rücken zu tragen hat, sollte sich dort nicht verzieren lassen.

Mögliche Designs

Eigentlich sind alle Designs möglich, die nur aus Linien bestehen, jedoch sollte man darauf achten, dass die einzelnen Schnitte nicht zu dicht beieinander liegen, da der Heilungsprozess sonst verzögert wird.

Anfänger sollten je nach künstlerischem Können mit einfachen Designs anfangen. Schiefe Schnitte sind, besonders bei dauerhaften Cuttings, nicht sehr schön. Mit etwas Übung ist es auch möglich, relativ komplizierte Muster, auch mit geschwungenen Linien, auf die Haut zu bringen.

Flaches Einritzen der eigenen Initialen gehört zu den häufigeren Praktiken, allerdings sollte das mit dem Bottom vorher geklärt sein, da nicht jeder darauf steht.

Was nicht geht

Bzw. was so riskant ist, daß es sich nicht empfiehlt

Bei aller Vorsicht gibt es Ideen, die sich nicht sicher umsetzen lassen.
Hierzu gehören alle Schnitte am Hals und über grossen Blutgefässen, über Sehnen und Nerven. Auch "Zorro"-artige Auftritte mit wild geschwungenen Messern gehören eindeutig ins Reich der Phantasie, da auch mit sehr viel Übung keine präzisen Schnitte möglich sind. Eine Kontrolle der Schnittiefe ist ebenfalls überhaupt nicht möglich.

Schnitte mit schräggestellten Klingen können im schlimmsten Fall zu Verletzungen an nicht sichtbaren Gefässen und damit zu Blutungen führen.

Tiefe Cuttings mit den Initialen des Partners haben schon einige Leute bereut - spätestens wenn sie einen neuen Partner haben und der beim Anblick der Buchstaben ein seltsames Gesicht macht.

Schnitttechniken

Man kann die Schnitte einfach oder auch keilförmig führen.

Bei einfachen Schnitten ist die Wahrscheinlichkeit, dass dauerhafte Narben entstehen, von der Schnitttiefe abhängig. Je tiefer der Schnitt, desto größer die Narbe.

Schnitt mit Skalpell

Gerader Schnitt mit einem Skalpell.

Bei runden Schnitten muss das Skalpell steiler gehalten werden, damit die Kurve einfacher genommen werden kann.

Man kann auch keilförmig schneiden, wobei man dann kleine Stücke aus der Haut herausschneidet. Jedoch erfordert diese Technik viel Übung und Geschick, damit die Schnitte gleichmäßig werden. Auch sollte hierbei auf keinen Fall, wie bei den einfachen Schnitten, bis ins Fettgewebe geschnitten werden. Weiterhin ist dabei sehr auf Hygiene zu achten, da eine wesentlich größere Wundfläche entsteht.
Diese Technik hinterlässt auf jeden Fall bleibende Narben und ist schmerzhaft, Anfänger sollten die Finger davon lassen.

Nadel von vorne
Injektionsnadel in der Draufsicht.

Nadel von der Seite
Nadel von der Seite

Schnitt mit einer Nadel
Schnitt mit einer Nadel.

Wenn man mit Kanülen halbwegs gefühlvoll schneidet, ist es fast nicht möglich, mehr als oberflächlich zu ritzen. Man sollte allerdings darauf achten, dass man parallel zur Spitze schneidet, da man die Haut sonst eher breitflächig zerkratzt.

Hygiene

Das Cutting sollte unter den sauberst möglichen Bedingungen, die zu erreichen sind, erfolgen. Daher wird empfohlen, die zu schneidende Hautstelle vorher mit einem Desinfektionsmittel für den Operationsbedarf zu desinfizieren, wobei die angegebene Einwirkzeit unbedingt berücksichtigt werden sollte. Es gibt zwar auch Meinungen, dass das Desinfizieren hauptsächlich eine psychologische Wirkung hat - egal wie, schaden kann es normalerweise nicht, daher ist es ratsam.

Das Schneidewerkzeug sollte so sauber und keimarm wie möglich sein, idealerweise steril. Zum Anzeichnen des Cuttings sollte man sterile Hautmarkierungsstifte verwenden, wenn das gewünscht ist.

Während des Schneidens und bei der Nachbehandlung sollten Einmalhandschuhe getragen werden, um eine gegenseitige Infektion zu vermeiden. Wenn man wirklich sicher gehen will, nimmt man steril verpackte Handschuhe und extra Handdesinfektionsmittel.

Die Umgebung sollte sauber sein, verrauchte Luft, wie z.B. auf Feten, ist eher schädlich, da sich der Rauch auch in der Wunde absetzt (jeder kennt die verglibten Rauchergardinen).

Generell ist es sicherer, in der vertrauten Umgebung Cuttings zu machen, da der Körper die dortigen Keime "kennt". In fremden Umgebungen steigt das Risiko, sich mit fremden Keimen zu infizieren.

Das Cutting muss nicht desinfiziert werden, wenn es ausreichend blutet; dabei werden Keime im Normalfall aus der Wunde herausgespült.

Warum so penibel - wenn ich mich schneide, passiert doch normalerweise auch nichts ?

Unter normalen Umständen hat man eine Unzahl von potentiell gefährlichen Keimen auf der Haut - Eitererreger von der schlimmen Sorte kann man da jederzeit leicht isolieren. Solange die Haut intakt ist können sie jedoch nicht viel anrichten. Wird die Haut hingegen verletzt, dann können diese Bakterien eindringen. Desinfizieren tötet eine Vielzahl dieser Keime ab.

Es kann immer mal passieren, dass bei einem Schnitt unerwünschte Keime in die Wunde kommen, die eine Entzündung hervorrufen, die sehr unangenehm bis gefährlich werden kann. Sollte sich ein Schnitt entzünden (heiss werden, brennen, Rötungen, Schmerzen), so empfiehlt es sich, Braunovidonsalbe (Jod-Salbe) auf den betreffenden Schnitt aufzutragen. Sollte die Entzündung nicht spätetstens am übernächsten Tag weg sein, so empfiehlt es sich, damit zum Arzt zu gehen.

Es ist ausserdem sinnvoll, die Umgebung abzudecken, damit diese nicht versehntlich Blutflecke bekommt, mit Papiertüchern oder für größere Sachen mit OP-Tüchern. Außerdem verhindert das, dass Keime aus der Umgebung aufgewirbelt werden und in die Wunde gelangen. Aussserdem sollten genügend (Küchen-)Tücher bereitliegen, um das Blut abzutupfen, wenn man es nicht laufen lassen will (was auch nett aussehen kann ;-)).

Desinfektionsmittel

Zur Nachbehandlung der enstandenen Wunden kann man Wasserstoffperoxid oder OP-Desinfektionsmittel verwenden. Wasserstoffperoxid brennt nicht und desinfiziert Wunden recht gut, jedoch kann es u.U. die Heilung verlangsamen. Dafür blubbert es schön ;-).

Betaisodona und Braunovidon Lösung desinfizieren die Wunde recht gut, dafür brennt diese Mittel ziemlich stark. Vor ihrer Verwendung sollte man unbedingt abklären, ob eine Jodallergie oder Schilddrüsenprobleme vorliegen, dann sollte man die Finger davon lassen. Cutasept ist nur bedingt zur Desinfektion von Wunden geeignet, da es sehr viel Alkohol enthält, welcher das Gewebe angreift.

Nachsorge

Wenn man danach die Stelle nicht ohne Kleidung belassen kann, bis sich Schorf gebildet hat, ist ein Verband sinnvoll, der nicht an der Wunde festklebt (sterile Kompresse, Verbandtuch, Verbandpäckchen).

Ansonsten ist Schorf der beste Verband für ein Cutting. Den sollte man dann aber auch in Ruhe lassen und nicht immer wieder abprokeln, ausser man will wirklich dicke Narben behalten.

Im Normalfall braucht ein Cutting, das sauber gemacht wurde, kaum Nachsorge. Sollte es sich jedoch entzünden, so sollte man auf Braunovidon-Salbe zurückgreifen, soweit man nicht auf Jod allergisch reagiert. Um die Heilung zu beschleunigen, kann man auf nicht entzündeten, verschorften Schnitten Bepanthensalbe verwenden. Auf frische, noch offene Cuttings sollten jedoch keine Salben oder Cremes aufgetragen werden.

Zur Nachsorge gehört auch, daß zumindest bei Leuten, die sich zum ersten Mal cutten lassen, der Top sich die Zeit nimmt, sie langsam wieder runter zu bringen. Im Arm halten, kuscheln und dergleichen ist im Anschluss häufig eher angesagt als eine harte Flag-Session.

Ganz wichtig: Skalpelle, Nadeln und Messer nur an einer Person verwenden, Skalpelle und Nadeln sollten nach Gebrauch entsorgt werden, da sie sehr schnell stumpf werden. Bei der Beseitigung ist darauf zu achten, dass sich niemand daran verletzen kann. Nadeln werden am Besten in einem speziellen Container entsorgt oder zurück in die Plastikhülle gesteckt und dann verbogen, damit man sie nicht versehentlich ein zweites Mal verwendet.

Gesundheit

Bevor man ein Cutting macht, sollte man ein paar Dinge abklären:

Sollte einer der beiden (auch der Aktive kann sich schneiden) Bluter sein, so sollte man vorher Rücksprache mit seinem Arzt halten. (Es gibt mittlerweile sehr gute Medikamente, die die Blutgerinnung regeln, klärt das aber bitte mit eurem Arzt!)

Bei Allergien auf bestimmte Materialien oder Stoffe sollten diese vermieden werden. Anstelle von Latexhandschuhen welche aus Polyurethan, anstelle von Jod Wasserstoffperoxid oder Tyrosur-Gel.

Gesundheitlich Angeschlagene oder Kranke sollten sich nicht cutten lassen, da dies für den Körper noch mehr Stress bedeutet. Die Heilung kann sich dadurch verschlechtern oder Entzündungen provoziert werden.

Gerinnungshemmende Medikamente wie Aspirin (ASS), Thomapyrin, Heparin etc. sollten vor einem geplanten Cutting, wenn möglich, nicht genommen werden, da es dadurch zu unschönen bis gefährlichen Blutungen kommen kann, wenn auch nicht zwangsläufig. Eine häufige Einnahme von ASS zur Blutverdünnung (gegen Arteriosklerose) ist dabei gefährlicher als gelegentliche Einnahme gegen Kopfschmerzen.

Sonst noch...

Licht. Die Lichtbedingungen sollten wirklich gut sein, die normale Deckenlampe reicht im Normalfall nicht aus, um genug zu sehen.

Ganz wichtig ist auch noch, dass man genug Ruhe hat, um sich zu konzentrieren. Telefon abstellen, Fernseher aus, ruhige Musik, Mitbewohner aussperren.

Sämtliche Drogen (Alkohol, THC, aber auch zu viel Koffein) sind vor Cuttings zu vermeiden. Und das sowohl für den Aktiven als auch für den Passiven. Alkohol z.B. setzt die Blutgerinnung herab. Unter THC (Cannabis) wird die Wahrnehmung verändert; das kann ein herabgesetztes Schmerzempfinden bewirken, aber auch das genaue Gegenteil.

Ausserdem sollte man genug zu trinken bereithalten. Sowohl für den Cuttee als auch den Cutter, dem kann es nämlich auch schwummrig werden dabei, zumal wenn es das erste Mal ist ;-)


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